Smartes Land in Zeiten von COVID-19

 

Ein Erfahrungsbericht mit Blick auf das eigene Heimatdorf

COVID-19 erschüttert Stadt wie Land. Und lässt zugleich viel Neues entstehen. Die ersten 5 Wochen des Lockdowns hatte ich das Glück, mit meinen beiden kleinen Kindern (3 und 6 Jahre) die Krise in meinem ehemaligen Elternhaus (nun unser Familienwochenendhaus) in meinem Heimatdorf im Münsterland zu verbringen. Meine Frau mit „systemrelevantem Job“ musste in der Woche die Stellung allein in Bremen, unserem eigentlichen Wohnsitz, halten. Frische Landluft für längere Zeit im Multitasking-Modus mit Kindern und Home Office-Management eröffnet auch schärfere Einblicke in das, was man hat, und was möglich ist. Viele Dynamiken durften wir erleben, die neben privaten und allgemeinen Einsichten auch speziell ländliche Erfahrungen in COVID-19-Zeiten mit sich brachten. Zurück in Bremen im relativ normalen Alltagsumfeld (mit Kindergarten-Notbetreuung und Babysitter-Freiräumen, Arbeitszeitwechsel mit der Partnerin) bleibt wieder Zeit für den Rückblick: Was waren schöne Lernerfahrungen und Eindrücke in den letzten 5 Wochen? Was macht das „smarte Land“-Leben aus in Krisenzeiten? Welche Initiativen und Potenziale entdeckte ich ? Was kann ich aus diesem Leben zwischen Stadt und Land mitnehmen, auch für meine eigene Arbeit?

In den folgenden Zeilen unterscheide ich zwischen meinen Eindrücken, die mich ermutigt haben und Reflexionen zu weiteren Chancen auf dem Land und wie sie sich stärken lassen.

 I. Ermutigende Eindrücke von der Experimentierfreudigkeit auf dem Lande

Wertschätzung vs. Wohn und -Lebensraum

Was für ein Glück! Stell Dir mal vor ihr müsstet jetzt die ganze Zeit in eurer Stadtwohnung mit kleinem Balkon sein“, war ein häufiger Kommentar von Dorf- als auch Stadtfreunden. Ja, recht haben sie. Beide, sowohl Städter als auch Landbewohner entdecken in diesen Zeiten wieder die altbekannten Vorteile des Lebens auf dem Lande. Bei städtischen Freunden vernahm ich in den letzten Wochen gar Sehnsucht nach Platz, Natur und Freiraum in diesen Zeiten. Diese ländliche Wertschätzung, die schnell wie die Idealisierung in Heimatfilmen klingt, wird gerade neu entdeckt. Und zu Recht. In vielen Städten richtet sich die Größe des Lebensraums nach dem Einkommen. Auf dem Land gibt es noch günstigere Wohnungen, kann jeder schnell an die frische Luft. Die nächste Wiese und der nächste Wald sind nicht weit. Gerade mit Kindern ein Paradies. Der vorhandene freie Raum für jedermann verringert auch die Wahrnehmung sozialer Unterschiede.

Kurzarbeit vs. Kontinuität

Anders sieht es schon aus mit der Jobsicherheit. Bei uns auf dem Land arbeiten mehr Menschen noch als Selbständige oder Angestellte in lokalen Dienstleistungsbereichen (Restaurant, Einzelhandel, medizinische Dienste, etc.), handwerklichen oder industriellen Berufen. Durch Freundes- und Verwandtschaftskreise zieht sich die Bresche zwischen denjenigen, die von der Krise besonders betroffen sind, in Kurzarbeit stecken oder gar um die berufliche Existenz fürchten. Andere wiederum trifft es wirtschaftlich kaum, weil Aufträge genügend aufgestaut sind oder Kunden und Arbeitgeber öffentlich sind.

Digitalisierungs- und Lernschübe

Gesprächsthemen zeigen, was die Menschen gerade bewegt. Freiberufler wie ich, die früher schon mit dem Computer mobil waren, sind heute die erfahrenen „digitalen Heim-Arbeiter“ während z.B. für den lokalen Leiter der städtischen Feuerwehr das „Home Office“, für den Lehrer das „Home Schooling“  eine neue Welt eröffnet – mit all seinen Vor- und Nachteilen, technischen und privaten Herausforderungen. Nie zuvor sprach ich in meiner Heimat mit Bekannten über verschiedene Softwareformate für die beste digitale Kommunikation, über das ungewohnte Leben im Online-Modus zuhause und der Herausforderung, sich selbst zu disziplinieren und eine neue Arbeitsstruktur zu finden. „Onlinekonferenz“ ist im Dorf nun ein Begriff in vieler Munde. Die meisten haben zumindest schon einmal hineingeschaut. Wer hätte das vor zwei Monaten für möglich gehalten. Selbst der Bürgermeister auf dem Land kommt neuerdings regelmäßig ins Haus, per selbst aufgenommenen Home-Office-Video, authentisch und für jeden zugänglich durch Social Media-Kanäle. So erreicht seine Stimme und seine Einschätzung der momentanen Lage mehr Bürger als jegliche seiner Reden zuvor.

Coworking-Modell auf dem Lande

Solidarität

Jüngere Menschen kaufen für die Älteren ein, häufig nicht nur für die eigenen Eltern sondern auch den Nachbarn, die Verwandten, Freunde. Das ist arbeits- und zeitintensiv, nicht selbstverständlich. Zwar lästert man auf dem Land gerne übereinander, Anonymität ist wenig gegeben. Aber wenn es drauf ankommt, kann man auf viele Hände bauen. In manchen Orten entstanden Initiativen zur Versorgung von älteren Menschen im größeren Stil, neue Online-Zulieferdienste wurden schnell und unbürokratisch organisiert, durch den Zusammenschluss von Vereinen und Initiativen gemeinsame Problemlösungen z.B. für die Organisation von Einkäufen, Abhol- und Bringdiensten, gefunden. Das entlastet auch die direkte Familien- und Nachbarschaftshilfe. Umsetzen was möglich ist.

Neue kreative Ansätze

Manches was vorher nicht sichtbar war, zeichnet sich nun deutlicher ab: Es gibt kaum Räumlichkeiten für die ruhige Arbeit auf dem Land. Ein Paradox, wo doch so viel natürliche Ruheplätze existieren. Ich konnte am Wochenende, wenn meine Frau zu Besuch kam, im Hotelzimmer meines Cousins arbeiten. Das war aufgrund des Tourismusverbots nicht belegt. Er ist Besitzer eines angesehenen Restaurants im Münsterland. Diese Branche ist momentan auf dem Land am härtesten von der Krise betroffen. Und doch war er im Dorf der erste in seinem Gewerbe, der nach neuen Möglichkeiten Ausschau hielt. Mit seiner Frau und den Kindern begann er die Speisekarte als „Verkauf außer Haus“ anzubieten. Etwas ganz neues für ihn und das Dorf. Ein solch feines Angebot gab es nie zuvor. Es verdeutlicht zugleich, welche Kreativität und welcher Experimentiermut entstehen kann aus der Not der Umstände. Lokale Unternehmer aus anderen Branchen entdecken andere Möglichkeiten wie z.B. die Einrichtung eines simplen aber effektiven Webshops zum direkten Verkauf von Produkten. Ein anderer begann mit der Online-Beratung beim Kunden. Ein weiterer Unternehmer teilte mit mir seine Erfahrung mit Home Office. Er schickte eine Teil seiner Belegschaft nach Hause, um von dort zu arbeiten: „Anfangs war ich sehr skeptisch, nun bin ich positiv überrascht. Es ist angenehm ruhig im Büro geworden obwohl wir voll sind mit Aufträgen. Und vieles läuft trotzdem gut. Ich hätte nie gedacht, dass das so klappen könnte.“

Neue Wertschätzung des Landlebens

Ähnliche Kreativität entdeckte ich bei einem Hausarzt, der im Dorf wohnt, seine Praxis aber in einer anderen größeren Stadt hat. Ältere Kunden kommen aufgrund der Ansteckungsangst weniger in die Praxis. Dafür nahmen bei ihm Telefonbehandlungen und Video-Anrufe zu. Seine ersten Schritte in die Telemedizin. Zugleich eröffnete er damit vielen älteren Menschen das Gefühl, nicht alleingelassen zu sein. Aber der Teufel liegt jedoch im Detail. Seine Online-Leistung kann der Hausarzt aufgrund des rigiden Kassensystems nur schwer abrechnen, bekommt sie nur gering vergütet. Nicht gerade motivierend, wenn kreative Arbeit nicht auch finanziell wertgeschätzt wird.

Die ermutigenden Eindrücke von mir sind gerade jetzt geboren aus dem Druck des geschäftlichen Überlebens. Die Beispiele bieten in der Regel auch noch keine neue langfristige Unternehmensperspektive in diesen ungewissen Zeiten. Trotzdem, und ohne sarkastisch klingen zu wollen: Ich spüre einen Experimentiergeist und eine neue Energie im Dorf, wie ich sie zuvor nicht so bewusst erlebt habe.

II. Reflexionen zur Stärkung des Experimentierraums „Land“

Noch etwas anderes wurde mir in den vergangenen Wochen auf dem Land klar: Im Unterschied zu meinen Firmenpartnern (lebend in Vietnam, Südafrika, Argentinien und Großbritannien) und unseren Kunden vor allem in Entwicklungsländern sind wir in diesen Wochen gut dran. In Deutschland und auf dem Land. Sie erleben weitaus strengere Lockdown-Auflagen. Auch in der Stadt hätten wir in dieser ersten Phase der Krise nicht sein wollen. Aber die viele Landluft hat mir auch nicht den Blick für die Realität versperrt. Was mir auch deutlich wurde in diesen Tagen: Viele Unternehmer, hilfsbereite Menschen und Organisationen fühlen sich sehr allein, trotz Solidarität, finanzieller Unterstützung und Anteilnahme. Sie suchen nach neuen Lösungen, um die Krise besser zu bewältigen. Diese individuellen Beispiele zeugen von dem Kreativitätsgeist und dem Potenzial auf dem Land. Das Land braucht mehr von diesen Gestaltungsräumen, in denen über individuelle Anstrengungen hinaus und ohne Existenzbedrohung mehr experimentiert wird. „Wie schaffen wir es, diese Experimentierräume auf dem Land und in der Stadt entstehen zu lassen, wie lassen sich neue lokale soziale, wirtschaftliche und ökologische Ideen verknüpfen und umsetzen?“, sind Fragen, die uns von Mesopartner in der täglichen Arbeit beschäftigen.

Neue Ansätze auf dem Lande

Um auf dem Land die Experimentierfreudigkeit auszuweiten, reicht allein Ehrenamt, Vereinsarbeit oder lokale Unternehmensbünde nicht aus. Es stimmt wohl, dass lokale Entwicklungsdynamiken von innen heraus entstehen müssen, nicht von außen aufgesetzt werden können. Lokale Begeisterung und Umsetzungswille ist der Ausgangspunkt. Beides ist in vielen Orten vorhanden Die COVID-19-Krise und die Beispiele verdeutlichen das.

Aber mit mehr Rückenwind, wäre mehr möglich. Erfahrungen und Ideen von außen können eingebracht, Findungsprozesse in den Orten lokal und extern moderiert, bei Umsetzung von Initiativen externe Beratung angeboten werden. Um mehr Freiraum für lokale Experimente und Initiativen zu schaffen, benötigt es aber auch einer aktiven Rolle der Kommunen und Unterstützungsorganisationen im ländlichen Raum, der Wirtschaftsförderungen, Kreis und Landespolitik, Verbraucher- Unternehmer-, Umwelt- und selbst Landwirtschaftsverbände.

Während der vergangenen Wochen auf dem Land kamen mir einige Ideen, was möglich wäre.

Home Office-Boom eröffnet Chance für den Aufbau von Coworking selbst im kleinen Dorf

Viele auf dem Land als auch in den Städten haben von dem einen auf den anderen Tag das „Home Office“ kennengelernt. Sie erlebten, wie schwer es sein kann, von zuhause konzentriert zu arbeiten. Eine neue Nachfrage ist entstanden, die Coworking spaces als flexible gemeinsame Arbeitsräumlichkeiten nicht nur in der größeren Stadt, sondern auch in kleineren Orten möglich macht. Während der Tage auf dem Land belebte ich wieder mit Freunden die Idee, gemütliche Arbeitsinseln auf dem Dorf zu schaffen. Die alten Sparkassenräume (in denen heute nur zwei Geldautomaten einsam stehen), könnten genutzt, leerstehende Ferienwohnungen und Hotelzimmer zeitweise gemietet werden. Kleine Ansätze, die große Wirkung haben könnten.  Auch die Umnutzung des alten Bauernhofes im Dorfkern als größeres Projekt wäre längerfristig möglich.

Finanzielle Aspekte scheinen häufig das geringere Problem. Die grössere Herausforderung besteht darin, menschliche Ressourcen zusammenzubringen. Wer müsste mit an Bord genommen werden?

  • In Immobilien investierende und interessierte Unternehmer und Privatleute gibt es auch auf dem Land. Das gleiche gilt für Sparkassen und Volksbanken. Mit ihnen lokale Investitionsmöglichkeiten auzuloten, die neben dem finanziellen Gewinn auch zum Gemeinwohl und zu einer nachhaltigen Ortsinvestition beitragen (wie z.B.  ein Coworking Space) schaffen Vorteile für alle.
  • Wirtschaftsförderer, andere erfolgreiche Projektträger ausserhalb der Orte und Kommunalvertreter können zu den Experimentierräumen beitragen, indem sie über neue Ansätze und gute Beispiele lokal informieren, Verbindungen zu anderen coworking spaces oder anderen Initiativen aus Städten und Dörfern aufbauen. Auch Unterstützung bei der Moderation der Findungsprozesse wäre eine wichtige Unterstützung.
  • Netzwerkmanager in den Orten, die Menschen zusammenbringen können und für ihre Arbeit bezahlt werden. Sowohl aus zeitlichen Gründen als auch aufgrund der mangelnden Erfahrung in der Netzwerkarbeit können dies Ehrenamtliche nicht allein leisten, zumindest dann nicht, wenn das Land einen grösseren Sprung nach vorne machen soll. ,

Unterstützung von Selbsthilfenetzwerken

Das Wuppertal-Institut als eines der renommiertesten Forschungsinstitute für nachhaltige Entwicklungsansätze in Deutschland, hat das Konzept „Wirtschaftsförderung 4.0“ entworfen. Das Konzept ist weniger an digitalen Lösungen ausgerichtet. Es setzt vielmehr auf zukunftsorientierte, nachhaltige Initiativen kooperativen Wirtschaftens. Ansätze sind unter anderem die Unterstützung regionale Produktionskreisläufe, sozialer und nachhaltiger Gemeinschaftsinitiativen wie Dorfläden, Repair-Cafés oder lokale Zuliefer- und Einkaufsdienste. Auch Sharing Economy-Ansätze für z.B. Fahrrad, Auto oder flexible Wohnformen werden als Zukunftsmodelle ins Zentrum gestellt. Viele lokale Akteure der Wirtschaftsförderung und der Politik sehen das Anschieben solcher Ansätze noch nicht als ihre Rolle. Die Krise bietet die Möglichkeit, diese Haltung zu ändern.

Chancen öffnen für flexiblere medizinische Versorgungsansätze

Wirtschaftsförderung 4.0, Quelle: Wuppertal-Institut

Die Telemedizin wird eine wichtige Zukunftsrolle spielen in weniger besiedelten Räumen. Medizinische Beratung lässt sich nie allein digital umsetzen. Menschen brauchen das Vertrauen und den Kontakt zum Arzt. Zugleich bietet die Telemedizin eine Vielzahl von zusätzlichen Hilfestellungen und Gesundheitsanalysen durch digitale Datenerfassung. Gerade in kleineren Städten und Dörfern besteht hier ein großes Potenzial, durch Gesetzesänderungen bürokratische Hürden bei der Nutzung und Abrechnung von solchen Leistungen zu überwinden. Ansätze hierzu zeigen u.a. Initiativen wie Dorfgemeinschaft 2.0

Experimente unterstützen, um neue Unternehmenswege auszuprobieren

Betroffene kleinere Unternehmer benötigen in dieser Zeit nicht nur Finanzmittel, sondern auch die Unterstützung bei der Entwicklung z.B. von Zukunftsszenarien und Ideen für neue Unternehmensmodelle. Experimente, die nicht das Alltagsgeschäft gefährden aber Raum geben, neue Optionen mit geringem Risiko zu testen, sollten mit Unternehmern entwickelt und zugleich begleitet werden. Auch hier ermöglichen sich neue Möglichkeiten für die genannten Organisationen der Wirtschaftsförderung und der Politik.

Kommunikation, Bildung und Beteiligung auf dem Land über Home Schooling hinaus

Die Bildungslücke zwischen Stadt und Land existiert. Beeindruckend, wie in der kurzen Zeit ganze Systeme für Home Schooling aufgesetzt wurden. Lokal als auch international. Es zeigt auf, das Lernen nicht nur an den Standort geknüpft ist. Jedes Dorf hat die Chance, ein Bildungshub zu werden oder eine lokale Lernakademie zu gründen, die mit der Welt vernetzt ist. Online-Angebote z.B. zur Professionalisierung des Ehrenamtes, zur beruflichen Weiterbildung, oder zur Online-Beratung von Unternehmen finden in diesen und kommenden Zeiten zunehmende Nachfrage. Kommunikation mit digitalen Medien erleben einen Boom, für den privaten als auch beruflichen Kontext. Die digitalen Video-Clips vom Bürgermeister zeigen auf, dass auch eine höhere digitale Bürgerbeteiligung denkbar ist. Das direkte Online-Gespräch zwischen Bürger und Politik ist realisierbar.

Vernetzen über den Tellerrand

Es hat meistens etwas sehr Erhellendes, über den Tellerrand zu schauen. Ob freiwillig oder gezwungenermaßen. Die vielen Experimente und kreativen Ansätze, die lokal, national und international in diesen Zeiten gemacht und umgesetzt werden, bieten eine Fülle an Möglichkeiten vor Ort . Ob soziale, umweltbezogene oder wirtschaftliche Initiativen: es besteht jetzt die Chance den Austausch zu suchen, von Stadt und Land zu lernen, gelungene Ansätze bekannt zu machen, sie auch in die kleineren Orten zu tragen, die Umsetzung von Ideen anzustoßen und zu moderieren.

Wie schon oben geschrieben: Für all die genannten Ansätze sind nicht nur lokale Vereine gefragt, sondern Koalitionen mit den genannten lokalen und regionalen Agenturen und Verbänden, politischen Vertretern und die kreative Klasse. Die COVID-19 Krise könnte dazu beitragen, diese Koalitionen zu stärken.

 

 

 

 

Für uns war die Möglichkeit, in diesen Zeiten auf dem Land zu sein, ein Segen. Zugleich war es auch für uns ein Experiment in vielerlei Hinsicht, nicht zuletzt weil Papa und Kinder erstmals lange Zeiten alleine ohne Mama waren. Ich selbst schreibe dies aus einem Coworking Space in Bremen und erkenne nach den Wochen auf dem Land auch wieder die Vorteile der Stadt. Aber vieles von den städtischen Vorteilen lässt sich auch auf dem Land umsetzen. Wenn diese Chancen genutzt werden, ist das Leben dort unschlagbar. Ich gebe zu, meine eigene Dorfidentität mag hier meine Sichtweise etwas beeinflussen. Aber neben den schon jetzt wieder mehr wertgeschätzten Vorteilen, kann das Landleben weiter an Wert gewinnen. Ich könnte mir vorstellen, dann auch wieder ganz aufs Land zu ziehen. Meine Kinder hätte ich dafür schon auf meiner Seite. 🙂frank wältring 

Dieser Artikel in englischer Sprache als auch unser smartes.land-Handlungsrahmen finden sich auf dieser Seite.

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